Beteiligungsformate & Selbstvertretungen
Konzepte, Praxistipps und Good-Practice Beispiele zur Umsetzung und Initiierung von Beteiligungsformaten und Selbstvertretungen.
Was?
Beteiligungsprozesse und Selbstvertretungen zielen darauf ab, sozial benachteiligte Menschen schrittweise zu empowern, sodass sie selbstbestimmt für ihre Interessen eintreten und soziale Veränderungen in ihrem Umfeld bewirken können. Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau nachhaltiger Netzwerkstrukturen, wobei die Beziehungsarbeit eine zentrale Rolle spielt. Konkret bedeutet das, Menschen miteinander zu vernetzen, ihre Handlungsmacht zu stärken und ihnen zu ermöglichen, ihre Anliegen gemeinschaftlich und wirkungsvoll zu vertreten.
Warum?
Beteiligungsprozesse scheitern häufig an der Umsetzung, da falsche Erwartungen geweckt, Lebenslagen nicht berücksichtigt oder geflüchtete und wohnungslosigkeitserfahrene Menschen nur symbolisch als „Stimme der Betroffenen“ sichtbar werden. Was es braucht, sind daher Prozesse und Angebote, die über eine solche Alibi- oder Stellvertreterbeteiligung hinausgehen und Menschen auf der einen Seite empowern, um ihre Erfahrungen selbstbestimmt mit einzubringen und auf der anderen Seite Strukturen schaffen, die eine aktive Mitgestaltung ermöglichen.
Wie?
Beteiligungsprozesse sollten bereits bei der Vorbereitung und Planung ansetzen, indem Lebenslagen berücksichtigt und die spezifischen Bedürfnisse sowie Erfahrungen der betroffenen Personen aktiv mit einbezogen werden. Konzepte wie das Community Organizing bieten hilfreiche Anhaltspunkte, wie Beteiligungsprozesse inklusiv und bedarfsorientiert gestaltet werden können, indem sie darauf abzielen, die Selbstorganisation und Mitbestimmung der Menschen zu stärken.
In unserer Good-Practice Sammlung findest Du konkrete Beispiele und Methoden, wie Beteiligungsprozesse umgesetzt und Selbstvertretungen aufgebaut werden können: